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Die passende Kleidung

Das Outfit spielt beim Vorstellungsgespräch eine wichtige Rolle. Passt das Erscheinungsbild des Bewerbers zum angebotenen Job? Und passt es zum Bewerber selbst? Nur nicht verkleiden, lautet eine zentrale Regel. [13.08.2007]




"Das merkt man schnell, wenn sich jemand in seiner Kleidung nicht wohl fühlt", hat Pia Freimuth, Personalleiterin eines großen Züricher Hotels, schon oft beobachtet - der Bewerber wirkt dann unsicher. Darum meint sie: Das Outfit muss zwar zur Position passen, darf die Person aber nicht verändern.

Fauxpas: Schmutzige, zerknitterte, zerfranste Kleidung

Authentisch und glaubwürdig zu sein, hält auch Manuela Scheuzger für besonders wichtig. "Das Äußere muss mit den eigenen Aussagen übereinstimmen und mit dem, was man darstellt", sagt die Imageberaterin aus Baden. Aber: Für Personaler wie Pia Freimuth ist das Äußere auch ein Hinweis, ob die Anwärter etwa für einen Job im Hotel geeignet sind. So sagte sie einer Bewerberin ab, die sich in langer, weiter Leinenhose und Flip-Flops an den Füßen vorstellte. Das Erscheinungsbild war zwar authentisch, aber unpassend. Wer zum Beispiel nicht gerne Krawatten trägt, hat es deshalb bei der Stellensuche als Kundenberater einer Privatbank unter Umständen schwer.

Ein gepflegtes Äußeres ist die zweite Grundvoraussetzung. Der größte Fehler, den Bewerber beim Dresscode machen können, ist ein unsauberes Outfit, das mangelnde Sorgfalt erkennen lässt. Schmutzige, zerknitterte, zerfranste Kleidung nennt Manuela Scheuzger als schlimmsten Fauxpas, "unrasiert, mit dreckigen Fingernägeln und unausgeschlafen" bringt bei Pia Freimuth die meisten Minuspunkte.

Falsche Farben machen einen faden Teint

Frischer und entspannter wirken Bewerber, wenn sie sich mit ihren natürlichen Farben kleiden. "Die falschen Farben lenken eher vom Gesicht ab, machen einen faden Teint", gibt Manuela Scheuzger zu bedenken. Darum lohnt sich eine Farbberatung in jedem Fall. Wer gewisse Grundregeln beachtet, hat genügend Freiraum, sich nach seinem eigenen Geschmack anzuziehen.

Allgemein gilt Folgendes: Die Haare müssen gepflegt, das heißt frisch gewaschen und geschnitten sein. Frauen können die Haare bis Schulterlänge offen tragen, sollten sie aber zusammenbinden, wenn sie länger sind. Und: "Sie haben die Möglichkeit, mit einer femininen Frisur einem klassischen Outfit wie dunklem Hosenanzug und heller Bluse etwas die Strenge zu nehmen", sagt Manuela Scheuzger.

Sich mit Schmuck dezent schmücken

Schmuck sollte unbedingt dezent sein. Mehr als fünf Teile (Uhr, Ringe, Kette, Ohrstecker, Armband) sind zu viel. Bei Männern sind Ohrringe und Piercings tabu, eine Kette sollte möglichst im Hemd verschwinden. Zu große Uhren haben gerade für sie einen offensichtlichen Nachteil: Bleibt der Ärmel des Jacketts daran hängen, entsteht eine störende Asymmetrie.

Besonderheiten bei Frauen und Männern

Frauen sollten darauf achten, dass die Gesamterscheinung nicht zu sexy ist, rät Imageberaterin Denise von Moos aus Hochfelden. Wichtig ist, dass der Blick des Gesprächspartners nicht durch ein zu tiefes Dekolletee abgelenkt wird. Auch ein zu kurzer Rock wirkt störend: "Der Rock muss knieumspielend sein", sagt sie. Das heißt: Dieser sollte zwei Zentimeter unter der Kniemitte enden. Für Manuela Scheuzger sind zwei Zentimeter über dem Knie die Mindestlänge für den Damenrock.

Bei Männern macht es die Kombination: Sind Hemd und Krawatte perfekt aufeinander abgestimmt, "passt" das Bild - gestreifte Krawatte und kariertes Hemd sind dagegen tabu. Ist der Gesamteindruck zudem freizeitlich, bringt das ebenfalls Minuspunkte. "Turnschuhe wären nur in Ordnung, wenn man sich als Verkäufer in einem Sportgeschäft bewirbt", meint Imageberaterin Scheuzger.

Erscheinungsbild für Jobs mit Kundenkontakt

Eine weitere Grundregel gilt für die Arbeit mit Kunden. Wer nicht nur im Büro sitzt, sollte Helligkeit in Gesichtsnähe tragen (Hemd oder Bluse weiß, rosa oder blau), während die restliche Kleidung dunkel bis dezent gehalten ist - wobei lange Ärmel die Person kompetent wirken lassen, erklärt Denise von Moos.

Wer in Jeans zur Arbeit geht, sollte ebenfalls darauf achten, dass Hose und Schuhe dunkler sind als das Shirt - das suggeriert Standfestigkeit und Seriosität. "Helle Jeans und helle Schuhe zu einem dunklen Hemd wirken nicht vertrauenswürdig", so die Beraterin aus Hochfelden.

Ein T-Shirt unter einem Hosenanzug ist auch bei Frauen akzeptabel, wirkt aber sportlicher und vielleicht nicht ganz so kompetent wie eine Bluse. Grundsätzlich ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen ein dreiteiliges Outfit mit Hose, Shirt und Jacke "offizieller", ein zweiteiliges wie Shirt und Hose eher freizeitmäßig.

Extravaganzen nur in kreativen Berufen

Generell gilt: Der Eindruck sollte gepflegt und nicht zu auffällig sein. Extravaganzen im Kleidungsstil sind allenfalls bei Künstlern, Architekten oder in anderen kreativen Berufen erlaubt. Nicht zu vergessen: Auch mit Parfüm und Rasierwasser ist zurückhaltender Umgang geboten.

Wer vor dem Spiegel steht und sich einfach nicht sicher ist, hat noch folgende Möglichkeit: Pia Freimuth ist es recht, wenn Bewerber vor dem Vorstellungsgespräch nachfragen, welches Erscheinungsbild erwünscht ist. Ihre Antwort ist dann: "Kommen Sie am besten sportlich-schick daher."

(Christiane Deuse / Quelle: Monster Netzwerk)

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