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Der erste Eindruck zählt

In kürzester Zeit entscheidet das Gehirn, ob ein Fremder sympathisch wirkt oder nicht. Für Bewerber ist es daher wichtig, die goldene Regel aller Einstellungsgespräche zu beachten: Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. [30.10.2006]




Kathrin Bauer braucht oft nur Sekunden - dann weiß die Personalreferentin eines Berliner mittelständischen Unternehmens, ob ihr der gegenübersitzende Mensch sympathisch ist oder nicht. "Es sind die ersten Augenblicke, die entscheiden", berichtet Bauer. "Etwa, ob ein Mensch lächelt, wie er die Hand gibt, wie die Kleidung wirkt." Andere Personaler versuchen ihr Urteil bewusst von derlei Eindrücken abzukoppeln. Nicht so die Berlinerin: "Ich höre sogar ganz bewusst in mich hinein, versuche im Nachgang des Gesprächs zu ergründen, wie ich den Bewerber im ersten Augenblick wahrgenommen habe."

Denn nach nahezu tausend Gesprächen in 15 Jahren Geschäftstätigkeit könne sie sicher behaupten, dass sich der erste Eindruck zu 90 Prozent auch später bestätigt: "Ganz selten lehne ich mich nach einer Stunde zurück und gestehe mir ein, dass ich mich am Anfang geirrt habe." Bewerber sollten  also alles daran setzen, dass Personalverantwortlichen die ersten Sekunden des Vorstellungsgesprächs in positiver Erinnerung bleiben. Allerdings sollten sie darüber nicht vergessen, sich auch auf den weiteren Verlauf des Zusammentreffens vorzubereiten.

Die äußere Erscheinung nicht unterschätzen

Was für Bewerber erschreckend klingen mag, ist wissenschaftlich belegt: Eine Zehntelsekunde braucht das Hirn, um das Gesicht des Gegenübers als sympathisch oder vertrauenswürdig einzuschätzen - das fanden Wissenschaftler der Princeton University heraus. Und noch etwas belegten sie: Nur wenige Sekunden bleiben dem Fremden, diesen ersten Eindruck mittels neuer Informationen zu revidieren - etwa durch einen angenehmen Geruch oder eine sympathische Stimme.

Daher sollten Bewerber einem guten Auftreten ebensoviel Zeit widmen wie der Vorbereitung des eigentlichen Vorstellungsgesprächs, rät Imageberaterin Ulrike Semmelrock aus Sonnenbühl: "Je besser der erste Eindruck, umso einfacher ist es später, sich im Gespräch zu präsentieren." Die ersten entscheidenden Informationen über den Bewerber liefert dessen Äußeres: Ist der eigene Körpergeruch von einem gut riechenden Parfum überdeckt? Sind die Haare frisch gewaschen, die Fingernägel sauber? Ist der männliche Bart ordentlich gestutzt, beziehungsweise sind die unterm Rock hervorblitzenden Damenbeine frisch rasiert? Fragen, die alle Bewerber von vornherein mit einem "Ja" beantworten sollten. Denn nichts ist schlimmer als beim Vorstellungsgespräch schmuddelig und ungepflegt zu wirken. Deutlicher kann der Bewerber nicht zur Schau stellen, dass er dem Gesprächspartner den nötigen Respekt nicht entgegen bringt.

Kleider machen Leute

Ein wesentliches Augenmerk sollten potenzielle Jobanwärter auf ihre Kleider legen - denn die machen ja bekanntlich Leute. Und das gilt gerade für Situationen, in denen Grundfragen in wenigen Sekunden entschieden werden. Die wichtigste Grundregel ist die, dass man zu einem Bewerbungsgespräch eher schicker erscheint als man im Alltag unterwegs ist. Männliche Bewerber sind mit einem Anzug immer gut beraten, Frauen liegen hingegen mit Blazer und Stoffhose nie daneben.

Auf Management-Ebene oder in Banken ist beispielsweise der dunkelgraue oder dunkelblaue Anzug das bevorzugte Outfit. Hemd und Krawatte können zwar etwas Farbe ins Spiel bringen, sollten jedoch geschmackvoll und dezent daherkommen. Sowohl die Strümpfe als auch die Lederschuhe sollten einen Tick dunkler als der Hosensaum sein. Etwas mehr Farbe bekennen dürfen hingegen Bewerber in kreativen Branchen. Wer etwa in der Werbebranche Fuß fassen möchte, kann beim Anzug oder Kostüm durchaus zu gedeckten Rottönen greifen. Aber auch hier verbieten sich all zu grelle und knallige Kombinationen - das wirkt schnell unseriös.

Keine Miniröcke und keine tiefen Dekolletés

Frauen haben bei der Kleiderfrage größeren Spielraum als Männer, dennoch  gibt es einiges, was sie keinesfalls aus dem Kleiderschrank ziehen sollten: Verpönt sind Miniröcke, tiefe Dekolletés, durchsichtige oder extrem figurbetonte Oberteile, Tops mit Spagetti-Trägern oder Outfits in Pastellfarben. Zudem sollten auch im heißesten Sommer die Schultern bedeckt und die Beine bestrumpft sein, Make-up und Parfum sollten dezent aufgetragen werden. Hat sich der Bewerber adrett zurecht gemacht, lässt ein nettes Lächeln beim ersten Händeschütteln in der Regel das Eis schmelzen.

Einen kleinen Trick hat auch Personalchefin Kathrin Bauer für die ersten Momente des Vorstellungsgesprächs in petto: "Wer gleich zu Beginn des Gesprächs Schreibblock, Kopien der eigenen Bewerbungsunterlagen und das Einladungsschreiben vor sich auf den Tisch legt, zeigt mir, dass er optimal vorbereitet ist, denn ich komme oft auf Dinge zu sprechen, die ich in den Bewerbungsunterlagen finde."

Sind die ersten Sekunden verstrichen, kommt es im weiteren Verlauf des Vorstellungsgesprächs darauf an, "sich selbst und seine Qualifikationen sachlich, klar und überzeugend darzustellen", betont Ulrike Semmelrock. Bewerber sollten grundlegende Dinge über die Firma, bei der sie vorsprechen, wissen und dafür einen Blick in Unternehmensbroschüren, Werbung, Kataloge, Prospekte oder auch auf die Internetseite des potenziellen Arbeitgebers werfen.

Die goldene Regel: Ehrlich sein

Zudem gelte es, sich mit den zu erwartenden Fragen zu beschäftigen. "Trainieren Sie keine fertigen Formulierungen, aber üben Sie ruhig einmal zusammen mit einem Freund Antworten auf kritische Fragen", rät Semmelrock. Wichtig dabei sei vor allem, authentisch und ehrlich herüberzukommen - das entscheide über den Erfolg von Bewerbungsgesprächen. Spreche etwa der Gesichtsausdruck eine andere Sprache als das Gesagte, würden Personalleiter schnell misstrauisch. "Wenn sich beides widerspricht, dann glauben Chefs eher dem Nonverbalen", weiß Semmelrock. Daher sollte man auch brenzlige Fragen immer wahrheitsgetreu beantworten. "Wer vielleicht sogar von sich aus schwierige Fragen anspricht und positiv verpackt, hinterlässt in jedem Fall einen guten Eindruck."

Wer das beherzigt, kann vielleicht sogar einen ersten schlechten Eindruck ausbügeln. Denn die Tatsache, dass das menschliche Gehirn nach wenigen Sekunden die Frage nach der Sympathie beantwortet, sollte keinesfalls dazu führen, dass Stellenbewerber in aufwändigen Trainingsstunden ausschließlich an ihrem ersten Eindruck basteln und sich kunstvoll verstellen, sind sich viele Personalchefs einig: "Damit tut man sich und auch dem Unternehmen keinen Gefallen, denn der Bewerber soll ja nicht nur zur Firma passen sondern auch die Firma zum Bewerber", meint Axel Kersten von der SAP AG. Nina Eberlein von IKEA Deutschland sieht's ähnlich: "Viele Bewerber sind ja schon allein durch die Situation mehr oder weniger nervös. Wir finden das menschlich - und raten dann den Betreffenden, erst einmal tief durchzuatmen."

(Hagen Kunze / Quelle: Monster Netzwerk)

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