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Erfolgsfaktor Smalltalk

Smalltalk ist Türöffner und Gratwanderung zugleich. Mit den richtigen Worten lässt sich im Beruf der Grundstein für ein gelungenes Geschäftsgespräch legen. Doch Vorsicht: Auf dem Weg zum Business-Erfolg lauern Fettnäpfe.




Der Puls schießt in die Höhe, die Röte ins Gesicht, unangenehme Stille macht sich breit. Die Antwort auf die eigentlich so nett gemeinte Frage "Herr Müller, wir haben uns ja eine Ewigkeit nicht mehr gesehen. Wie geht’s denn ihrer Frau?" hat in die Plauderei eingeschlagen wie eine Bombe: "Meine Frau? Die ist vor einer Woche mit ihrem Liebhaber durchgebrannt." Das Gespräch ist schlagartig vorbei und die Kommunikationsgrundlage für das anstehende Meeting dahin.

Fettnäpfe wie diese lauern bei jedem Smalltalk. In solchen Fällen empfiehlt Kommunikationstrainerin Elisabeth Bonneau die Flucht nach vorn. "Jeder macht Fehler. Das Wort 'Entschuldigung' ist dann nie verkehrt. Gerade, wenn Sie sich keine Kleinigkeit geleistet haben, ist es ein Muss." Wer aber ein paar Regeln beachtet, kann zumindest die fiesesten Schmalztröge auf dem Weg vom soften Small- zum handfesten Businesstalk umgehen.

Smalltalk legt die Grundlage für ein gutes Gespräch 

Denn egal ob Vorstellungsgespräch, Meeting oder Geschäftsessen - in der Regel macht eine kurze Plauderei den Anfang. "Der Smalltalk ist wie eine Ouvertüre für ein Gespräch. Wer gleich zur Sache kommt, verheißt nicht unbedingt Gutes und signalisiert, dass er unter Druck steht oder sich nicht für den anderen interessiert", sagt Karrierecoach Roland Arndt. Besser sei es daher, auch brenzlige Gespräche mit ein paar positiv formulierten Sätzen einzuleiten. Zum Beispiel: "Schön, dass Sie sich kurz Zeit nehmen. Meistens lief bisher ja alles recht reibungslos, aber bei dieser Sache brauche ich Ihre Sichtweise und Unterstützung." Das bereite den Gesprächspartner auf ein ernsthaftes Gespräch vor, überrolle ihn aber nicht.  

"Denn grundsätzlich gibt ein kurzer Smalltalk allen Beteiligen Zeit, in einem Gespräch anzukommen", sagt Arndt. "Man kann ausloten, in welcher Stimmung der Gesprächspartner ist und man hat Gelegenheit, sich in Ruhe auf die andere Person und das Thema einzustellen."

Aber nicht alles taugt für die "kleine Unterhaltung", warnt Fachfrau Bonneau. "Selbst wenn Sie das Unverfänglichste anschneiden, können Sie nie berechnen, ob der Andere nicht doch genervt reagiert. Insofern ist fast alles unsicher, aber es gibt Themen, die sicherer sind als andere."

Der Wetter-Talk ist der Klassiker 

Der Klassiker des unverfänglichen Smalltalks ist beispielsweise der Austausch über das Wetter. Denn egal, ob es draußen warm oder kalt ist - Frieren oder Schwitzen verbindet gleichermaßen. Freizeit, Urlaub, Sport, Hobbys stehen genauso auf der Positivliste der kleinen Plauderei. "Bei einem Vorstellungsgespräch bietet sich indessen die Erkundigung nach der Anfahrt des Bewerbers an", ergänzt Karriereexpertin Christina Tabernig von der Agentur "korrekt!". Wer aber solche Smalltalk-Evergreens bemühe, sollte unbedingt einen Bogen um Standartformulierungen á la "Hatten Sie eine gute Anreise?" machen, rät die Expertin. Ein "Sind Sie gut über die Baustelle gekommen? Mich hat sie heute Morgen viel Zeit gekostet" wirke wesentlich unverkrampfter und nicht so eingeübt. 

Aber auch der Bewerber kann das Eis zwischen sich und dem Personalverantwortlichen zum Schmelzen bringen - etwa, indem er dessen geschmackvoll eingerichtetes Büro lobt. "Es ist immer ein guter Trick, über den Ort oder die Situation zu sprechen, in der man sich gerade befindet", sagt Tabernig. "Das bietet sich auch bei Seminaren an. Dort können sich die Teilnehmer über die schöne Lage des Hotels unterhalten, aber auch die Inhalte eines gemeinsam gehörten Vortrags bieten reichlich Stoff für ein Gespräch."

Nichts ansprechen, was polarisiert

Themen, die polarisieren, sollten dagegen unbedingt außen vor bleiben, sonst mündet die nette Plauderei schnell in ein Wortgefecht. Politische Einstellungen, Einkünfte, zwischenmenschliche Beziehungen, Figurprobleme, Tod oder Krankheit stehen auf dem Smalltalkindex. Denn wer sich zum Beispiel negativ über die Staatsführung von Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert, läuft Gefahr, eine feurige Polit-Debatte zu entfachen, an der er sich leicht die Geschäftsfinger verbrennen kann. Vertritt der Gesprächspartner nämlich eine andere Meinung und reagiert verärgert, ist das ein denkbar schlechter Start für die anstehenden Vertragsverhandlungen.

Gerade, wenn zwei Verhandlungspartner sich vorher noch nie gesehen haben, kommt es auf den ersten Eindruck an. "Ob wir jemanden sympathisch finden oder nicht, entscheidet sich meist innerhalb der ersten drei Sekunden und diese Einschätzung kann sich hartnäckig halten", sagt Roland Arndt. "Umso wichtiger ist es, das erste Zusammentreffen möglichst positiv zu gestalten, indem wir darauf achten, was wir sagen und wie wir unsere Botschaft rüberbringen."

Das können selbst die introvertiertesten Personen lernen, indem sie üben, üben, üben. "Überall, wo geredet wird, kann man Smalltalk lernen: Im Taxi, in der U-Bahn, im Supermarkt. Je öfter Sie auf andere zugehen und sie ansprechen, umso leichter fällt es Ihnen", sagt Elisabeth Bonneau. Und der Nebeneffekt des Trainings sei auch nicht zu verachten. Immerhin starte ein guter Smalltalker immer mit einem netten Gespräch in den Tag.

(Sonja Kronenberger, 2006 / Quelle: Monster Netzwerk)

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